SEO und Linkbuilding nach dem Google Penguin Update

Links sind und waren schon immer die Grundlage von Googles Bewertungs-Algorithmus. Man sprach erst von „Linkpopularität“. Das heißt die Anzahl der Links von anderen Websites zu einer Seite bestimmte den sogenannten PageRank (PR) und dieser hatte einen großen Einfluss darauf wie gut oder schlecht eine Website gelistet wurde.

Sie  müssen sich das vorstellen wie eine Wahl. Jeder Seitenbetreiber hatte Stimmrecht und ein Link ist der Wahlzettel. Je öfter eine Website gewählt wurde, desto höher ihr PR. Aber im Gegensatz zu richtigen Wahlen, hatte nicht jede Stimme das gleiche Gewicht. Je höher der PR einer Seite, und je weniger Stimmen (Links) diese Seite abgibt, desto besser.

Das führte dazu, dass immer mehr Seitenbetreiber und SEOs damit beschäftigt waren, Linkaufbau zu betreiben. Man meldete sich in möglichst vielen Webverzeichnissen an, man tauschte Links (Link zu mir und ich linke zu Dir), SEO setzten tonnenweise Links von eigenen Seiten zu Ihren Kunden, meist ohne große Relevanz.  Sehr beliebt war auch, eigene Seiten untereinander massenhaft zu verlinken oder gut verlinkte Domains zu kaufen und auf die eigene Seite zu leiten.

Im Oktober 2005 kam dann der erste große Google update, in dem diese Art von Links fast entwertet wurde. Dennoch ging es lustig weiter mit Linkspam, nun mit weniger guten Resultaten. Dennoch stieg die Anzahl der Links, die ausschließlich dazu gesetzt wurden Google Rankings zu manipulieren. Das lag zum einen daran, dass Linkbuilder und Linkspammer immer neue Methoden erfanden, die Linkpopularität zu verbessern um bessere Rankings zu bekommen und zum anderen daran, dass Kunden der SEOs deren Arbeit an der Anzahl der Links festmachten.

Es fällt ihnen bestimmt auf, dass ich bis jetzt in der Vergangenheitsform schrieb. Ja, denn Linkbuilding per se ist tot, stattdessen spricht man heute von Optimierung von Linkprofilen. Das heißt Google bewertet nun nicht nur, wie viele Links zu einer Website verweisen, sondern vor allem ob das Linkprofil natürlich aussieht und ob es sich um redaktionell gesetzte Links handelt.  Die Technologie dafür, mit dem Namen Penguin, ging im am 24.April 2012 online und wurde seitdem mit etlichen Updates immer weiter verbessert. Die letzte Version erschien am 22.Mai dieses Jahr und versetzte der Dienstleistung „quantitatives Linkbuilding“ endgültig den Todesstoß.

Paradoxerweise entstand dadurch der nächste SEO-Hype: Linkabbau. Sie lesen richtig. Hunderte von SEOs analysieren derzeit die Linkprofile Ihrer Kunden und fangen an Links zu löschen und zu entwerten. Zu diesem Zweck hat Google den Webmastern sogar ein neues Tool zur Verfügung gestellt – das „Disavow Tool“. Mit diesem Tool können Webmaster und SEOs Google Links melden, von denen sie sich distanzieren wollen und das wird derzeit auch fleißig genutzt.

Eine kuriose Folge der Einführung der Penguin Technologie, ist sogenanntes „Negatives SEO“. Das heißt, ein Wettbewerber setzt absichtlich minderwertige Links zu Ihrer Website um ihrem Ranking zu schaden. Es gibt dafür auch schon Software, die beispielsweise in 100.000 Foren und Blogs Links in Kommentaren setzt, um den Betreiber der Website wie einen Linkspammer aussehen zu lassen.

Was bedeutet das für unseren Blog?

Wir brauchen Links! Aber wichtiger sind hochwertige Links und ein natürliches Linkprofil. Deswegen sind folgende 5 Regeln fester Bestandteil unserer „Linkbuilding“-Strategie:

  • Auf Angebote für reziprokes Verlinken werden wir nur dann eingehen, wenn die verlinkende Seite einen direkten Bezug zum Thema unseres Blogs hat und der Link im redaktionellen Teil der Seite gesetzt wird. Zum Beispiel als weiterführender Link unter einem hochwertigen Artikel zum Thema SEO.
  • Wir werden diesen Blog nur in wenigen ausgewählten Web und Blog und RSS-Verzeichnissen und eintragen.Im Moment sind wir eingetragen bei:www.Qype.de
    www.bloggerei.de
    www.topblogs.de
    http://www.rss-nachrichten.de/
    http://www.rss-verzeichnis.de/
  • Wir vermeiden alle Blog-Netzwerke oder Blogs die ganz offensichtlich nur zum Zwecke des indirekten Linktausches (sogenannte Satellitenseiten) oder für billiges Artikelmarketing aufgesetzt wurden. Artikelverzeichnisse werden wir ebenfalls meiden.
  • Wir wollen keine Sidewide-Links, Footer Links oder Blogroll Links.
  • Wir überprüfen in regelmäßigen Abständen, ob Links gesetzt wurden, von denen wir uns distanzieren wollen und melden diese Links an Google über das Disavow Tool in den Webmastertools.

Sie fragen sich nun vielleicht, wie kommen wir denn dann an hochwertige Links? Dazu schreibe ich aber einen separaten Beitrag.

Haben Sie Fragen hierzu? Fragen Sie und wird Ihnen geantwortet werden. Haben Sie selbst einschlägige Erfahrungen? Dann bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion und erzählen Sie uns davon.

Weiterführende Informationen:

Alle updates der letzten 13 Jahre:
http://moz.com/google-algorithm-change

Moderner Linkaufbau durch Content Marketing
http://www.contentmanager.de/magazin/sichere_linkaufbau_methoden.html

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